Wann wurde der erste österreichweit gültige kollektive Arbeitsvertrag abgeschlossen?

Mehr Information Im Revolutionsjahr 1848 schlossen die Gehilfen mit dem Buchdruckergremium eine Übereinkunft betreffend Arbeitszeitverkürzung, Lohnerhöhung, arbeitsfreie Feier- und Sonntage sowie die Abschaffung der weiblichen Arbeiter bei den Maschinen und Manipulationen ab. Mit der Niederschlagung der Revolution verschwand auch die Übereinkunft, nicht aber die Idee zu kollektiven Arbeitsverträgen. Im Jahr 1868 gab es in Wien …

Wann wurden Kollektivverträge erstmals gesetzlich geregelt?

Mehr Information Bis dahin war es einzelnen ArbeitnehmerInnen beinahe unmöglich auf rechtlicher Basis kollektivvertraglich zugesicherte Ansprüche durchzusetzen. So blieb als einziges Mittel, um einen Abschluss und die folgende Einhaltung der Kollektivverträge zu erreichen, oft nur der Streik. Da aber die Anzahl der abgeschlossenen Kollektivverträge stetig stieg – im Jahr 1909 waren es bereits 570 Verträge …

In welcher Epoche verhandelten Gewerkschaften keine Kollektivverträge?

Mehr Information Nach dem sogenannten „Anschluss“ an das Deutsche Reich im März 1938 trat neben einer Vielzahl von NS-Gesetzen auch das Gesetz „zur Ordnung der nationalen Arbeit“ in Kraft. Es ersetzte das Kollektivvertragsgesetz durch das deutsche Tarifvertragsrecht. Der Reichstreuhänder legte von nun an die Arbeitsmindestbedingungen fest und seine Entscheidungen waren unanfechtbar. In den Unternehmen verfügten …

Mit welchem Gesetz wurden im Jahr 1979 die Frauenlohngruppen in den Kollektivverträgen abgeschafft?

Mehr Information Seit die ersten Kollektivverträge abgeschlossen wurden, gab es unterschiedlich hohe Frauen- und Männerlöhne. Diese „Tradition“ wurde auch nach 1945 weitergeführt. In der Ersten Republik lag die „Lohnspanne“ bei bis zu 70 Prozent, im Jahr 1979 bei 58 Prozent. In den Kollektivverträgen standen damals noch eigene Frauenlohngruppen, die weit unter jenen der Männer – …

Was ist nicht in Kollektivverträgen geregelt?

Mehr Information Die ersten Kollektivverträge beinhalteten meist Löhne, Gehälter und Arbeitszeiten, später kamen Überstundenzuschläge und das Urlaubs- und Weihnachtsgeld und eine Vielzahl von Regelungen hinzu. Die Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft ist nicht in Kollektivverträgen geregelt. Aber bevor das Betriebsrätegesetz im Jahr 1919 in Kraft trat, gab es durchaus Klauseln in den Vereinbarungen, die besagten, dass …

Welchen Kollektivvertrag gibt es nicht?

Mehr Information Kollektivverträge sind schriftliche Vereinbarungen zwischen kollektivvertragsfähigen Körperschaften der ArbeitgeberInnen einerseits und der ArbeitnehmerInnen andererseits, die zur Regelung von Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen abgeschlossen werden. Es gibt aber nicht nur den einen Kollektivvertrag, sondern eine Vielzahl von Varianten – darunter auch die Zusatzkollektivverträge. Es bestehen Generalkollektivverträge, die von der WKÖ und dem ÖGB ausverhandelt werden …